Inklusion stärkt Unternehmen – Vielfalt als Erfolgsfaktor
Was bedeutet Inklusion im Arbeitskontext?
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen – unabhängig von ihren individuellen Eigenschaften – gleichberechtigt am Arbeitsleben teilhaben. Sie umfasst nicht nur Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen, sondern auch Vielfalt in Geschlecht, Herkunft, Alter und sozialen Hintergründen. Ebenso zählt der Erhalt des Arbeitsplatzes für Personen mit chronischen Erkrankungen dazu. Eine inklusive Unternehmenskultur schafft die Basis für Chancengleichheit und ermöglicht allen, ihr volles Potenzial zu entfalten. Studien belegen, dass ein inklusives Arbeitsumfeld ein starker Wettbewerbs- und Innovationstreiber sein kann.
Welche Vorteile bringt Inklusion dem Unternehmen?
- Mehr Innovationskraft: Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen fördern kreative Problemlösungen.
- Stärkere Mitarbeiterbindung: Eine offene und wertschätzende Unternehmenskultur sorgt für eine höhere Zufriedenheit und Loyalität.
- Besseres Unternehmensimage: Inklusion zeigt soziale Verantwortung und stärkt die Arbeitgebermarke.
- Zugang zu Fachkräften: Inklusive Unternehmen schöpfen aus einem breiteren Talentpool und profitieren von einer vielfältigen Belegschaft.
- Erfolgreiche Talentsuche: Stärken Sie die Vielfalt in Ihrem Team durch einen breiteren Talentpool.
- Kundenzufriedenheit fördern: Durch motivierte und engagierte Mitarbeitende
Wie können Unternehmen Inklusion aktiv fördern?
Wie inklusiv ist Ihr Unternehmen? Vielfalt und Integration sind heute zentrale Werte für eine zukunftsorientierte Organisation – doch oft fehlen konkrete Daten und klare Handlungsimpulse. Die Mitarbeitendenumfrage "Inclusion-Check" ist ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Erfassung und Analyse der Inklusion innerhalb von Organisationen. Durch eine anonyme Umfrage wird der aktuelle Stand ermittelt und anschliessend in einer grafischen Auswertung veranschaulicht.
Was ist der Inclusion-Check?
Der Inclusion-Check ist Ihr Startpunkt zu einer inklusiveren Unternehmenskultur. Er bietet eine fundierte Analyse Ihrer aktuellen Situation und zeigt konkrete Handlungsfelder auf. Mit der kostenlosen Basisversion haben Sie die Möglichkeit, eine anonyme Mitarbeitendenumfrage durchzuführen und wertvolles Feedback zur aktuell inklusiv gelebten Situation in Ihrem Unternehmen zu sammeln.
Die Basis des Inclusion-Checks bildet der «St.Gallen Inclusion Index» und umfasst vier Dimensionen.
Der Index misst auf der Ebene der Organisation die Dimensionen
- Chancengleichheit: Gibt es in meinem Team faire Aufstiegschancen für alle Mitarbeitenden?
- Perspektivenvielfalt: Können in meinem Team alle Mitarbeitenden ihre Ideen und Meinungen einbringen?.
Auf der individuellen Ebene misst der Index die Dimensionen:
- Authentizität: Kann ich in meinem Team authentisch sein?
- Zugehörigkeit: Fühle ich mich in meinem Team zugehörig?
Der Inclusion-Check ist ein Angebot der Health & Medical Service AG und wurde zusammen mit Prof. Dr. Böhm vom Competence Centre for Diversity and Inclusion (CCDI-HSG) der Universität St. Gallen entwickelt. Die Umsetzung wurde finanziell durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB) unterstützt.
Zusätzlich zur kostenlosen Basisversion stehen Ihnen weitere Dienstleistungen gegen Aufpreis zur Verfügung.
Inclusion-Check Fragebogen zum selber Testen:
Führen Sie den Inclusion-Check selber durch und erhalten Sie Ihre persönliche Auswertung.
Wie führe ich eine Mitarbeiterbefragung mittels Inclusion-Check durch?
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Schritt 1
Melden Sie sich schnell und einfach in nur wenigen Minuten an.Schritt 2
Erstellen Sie Ihre Umfrage direkt in Ihrem Cockpit. Bestimmen Sie Start- und Enddatum, wählen Sie die Zielgruppen aus und teilen Sie den Umfragelink mit den Teilnehmenden.
Schritt 3
Die Teilnehmenden beantworten anonym den Fragebogen und erhalten unmittelbar danach ein persönliches Feedback.Schritt 4
Nach Abschluss der Umfrage können Sie die Gesamtergebnisse bequem in Ihrem Cockpit herunterladen.
Mit Inclusion-Check PLUS* holen Sie mehr aus den Umfragenergebnissen raus, da Sie über mehrere Abteilungs- oder Teamebenenen Resultate erhalten (max. 3 Ebenen). Die Lizenzkosten beginnen bei CHF 7.00 und variieren je nach Anzahl der Nutzer und Nutzerinnen.
*Compasso-Mitglieder erhalten eine 10% Gutschrift nach Durchführung.
Warum es immer wichtiger wird, die Inklusion als Teil der Unternehmensstrategie zu sehen:
Politische Vorstösse wie die Teilrevision des Behindertengleichstellungsgesetzes, die Inklusionsinitiative oder der European Accessibility Act stellen Unternehmen in der Zukunft vor neue Situationen.
Wer sich frühzeitig mit dem Thema Inklusion auseinandersetzt, kann nicht nur gesetzliche Anforderungen leichter umsetzen, sondern auch strategische Vorteile für die eigene Organisation schaffen. Eine proaktive Auseinandersetzung mit Inklusion bedeutet, zukunftssicher zu handeln und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Inklusiver zu sein heisst auch kundenorientierter zu werden und seinen Kunden gegenüber Dienstleistungen noch einfacher zur Verfügung zu stellen.
Im 2025 stehen die folgenden politischen Stossrichtungen in der Schweiz an sowie sind Schweizer Export-Unternehmen auch vom European Accessibility Act betroffen:
Teilrevision des Behindertengleichstellungsgesetzes:
Der Bundesrat hat am 8. Dezember 2023 eine Teilrevision des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) in die Vernehmlassung geschickt. Ziel ist es, den Diskriminierungsschutz für Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben und beim Zugang zu Dienstleistungen zu verbessern. Neu sollen auch private Arbeitgeber und Dienstleister verpflichtet werden, angemessene Vorkehrungen zur Beseitigung von Benachteiligungen zu treffen, sofern diese zumutbar sind. Beispiele hierfür sind barrierefreie Online-Dienstleistungen oder flexible Arbeitszeiten für Mitarbeitende mit Behinderungen. Zudem sollen die drei schweizerischen Gebärdensprachen anerkannt und gefördert werden. Ergänzend plant der Bundesrat vier Schwerpunktprogramme in den Bereichen Arbeit, Dienstleistungen, Wohnen und Partizipation, um die Umsetzung der gesetzlichen Anpassungen zu unterstützen.
Weitere Informationen unter: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-99287.html oder https://hmsag.ch/blog/der-einfluss-der-un-brk-auf-schweizer-unternehmen
Inklusionsinitiative:
Die «Inklusions-Initiative» wurde am 5. September 2024 eingereicht und strebt die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Lebensbereichen an. Sie fordert, dass Menschen mit Behinderungen Anspruch auf notwendige Unterstützungs- und Anpassungsmassnahmen haben und insbesondere das Recht, ihre Wohnform und ihren Wohnort frei zu wählen.
Weitere Informationen unter: https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/iv/reformen-revisionen/inklusionsinitiative-gegenvorschlag.html
European Accessibility Act:
Barrierefreiheit ist nicht nur eine Vorschrift für Organisationen des öffentlichen Sektors in der Europäischen Union (EU). Der European Accessibility Act (EAA) verpflichtet Unternehmen, eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen – darunter E-Commerce-Websites und mobile Apps – für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Das Gesetz gilt für alle, die innerhalb der EU geschäftlich tätig sind, und soll Unterschiede in den Barrierefreiheitsanforderungen zwischen den europäischen Ländern beseitigen.
Der EAA wurde 2019 verabschiedet und ab 2022 schrittweise von den EU-Mitgliedstaaten übernommen. Anbieter von betroffenen Produkten und Dienstleistungen haben bis Juni 2025 Zeit, die Anforderungen zu erfüllen. Zur Durchsetzung werden ein Beschwerdeverfahren sowie Kontrollmechanismen eingeführt. Unternehmen, die die Vorgaben nicht einhalten, müssen mit Sanktionen, einschliesslich Geldstrafen, rechnen.
Weitere Informationen unter: https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/policies/justice-and-fundamental-rights/disability/union-equality-strategy-rights-persons-disabilities-2021-2030/european-accessibility-act_en